von Auf den Pfaden Dithmarschen
Deutschland > Schleswig-Holstein > Dithmarschen
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Beschreibung
Tour Norderdithmarschen: Ringen um Demokratie und Freiheit
Auf dieser 48 km langen Fahrradtour durch Norderdithmarschen erhalten Sie beispielhafte Einblicke in die Demokratiegeschichte Dithmarschens: Immer wieder setzten sich auch hier die Menschen für Freiheit, Rechte und Demokratie ein. Manchmal waren sie erfolgreich, manchmal warfen Gewalt, Unrecht und Diktatur sie zurück. Vor welchen Herausforderungen standen die Menschen damals? Wo wird heute um Demokratie und Freiheit gerungen?
Cache 6.
1929: NS-Propaganda am Strand
Auf dieser Fotografie sehen wir NS-Propaganda im Watt: ein irgendwie lächerlicher und zugleich erschreckender Anblick. Das Bild passt zum sogenannten „Bäderantisemitismus“, der seit etwa 1900 an einigen Kur-und Badeorte grassierte, um Juden gezielt fernzuhalten. Dieser Antisemitismus lange vor der NS-Zeit mag heute verwundern: Wieso sollte man gut zahlende Gäste abweisen?
Der Erholungsurlaub an der See, die sogenannte „Sommerfrische“, ist im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts noch den gehobenen Schichten vorbehalten. Gemessen an den Bevölkerungszahlen befinden sich an einigen Orten unter den Urlaubern besonders viele Juden. Das kann ein Ausgangspunkt für antijüdische Propaganda werden.
In den Badeorten ging die Feindschaft gegen Juden meist von kleinen Gruppen aus. Einzelne Gäste, Verwaltungsmitglieder oder Hoteliers schlossen sich zusammen und versuchten zum Beispiel, durch boshafte Texte in Reiseführern Juden aus dem Ort fernzuhalten. In Büsum beantragten 1908 einige, das Seebad in Prospekten als „Deutsches Bad“ auszuweisen. Die behördliche „Badekommission“ gab dem Antrag aber nicht statt. Alternativ durften Hotels sich aber als „Deutsches Haus“ bezeichnen und damit andeuten, dass sie keine jüdischen Gäste wünschten.
Doch nicht in jedem Kur- oder Badeort fand antijüdische Propaganda statt. Es fällt auf, dass gerade die eher mondänen und beliebten Orte mit ihren liberalen und weltoffenen Gästen kaum oder keine Aktionen gegen jüdische Urlauber kannten.
Für Orte, die ohnehin schon gute Gästezahlen verzeichneten, darunter natürlich auch jüdische Gäste, wäre eine antijüdische Werbung wirtschaftlich eher schädlich gewesen. Für solche Orte aber, die wie auch Büsum um Gästezahlen ringen mussten, mag die antijüdische Propaganda eine Marketingstrategie gebildet haben, um sich von etablierten Bädern abzusetzen. Denn mit dem Merkmal „judenfrei“ ließen sich vielleicht völkisch-antisemitisch gesinnte, intolerante Gäste anlocken, die sich anderswo „unter Juden“ vielleicht unwohl gefühlt hätten. - Wirtschaftliche, gesellschaftliche und rassistische Motive produzierten dieses Gebräu des „Bäderantisemitismus“.
In unserer Demokratie ist Diskriminierung jeder Art verboten. Zumindest gilt das für öffentliche Bereiche. Noch heute dürfen Hotels in einem Rahmen frei über ihr Hausrecht verfügen und Menschen abweisen. Brauchen wir strengere Gesetze, um Diskriminierung im Gastgewerbe oder Discos zu verhindern?
BU: NS-Propaganda im Watt vor Büsum am 25.7.1930 (Ortsarchiv der Kirchspielslandgemeinde Büsum)
Bildbeschreibung: Auf der Schwarzweißfotografie sind im Vordergrund Kinder, Mädchen und Jungen, und im Hintergrund Männer im Watt abgelichtet. Die Kinder und einige der Männer blicken in die Kamera. Die Männer sind unterschiedlich gekleidet, ein paar tragen Anzug, andere tragen Freizeitkleidung. Bei dem Mann in der Mitte des Bildes lässt sich auf eine NSDAP-Uniform schließen. Zudem werden insgesamt sechs Hakenkreuzflaggen in die Luft gehalten. Die Gesichtsausdrücke der Anwesenden sind teils ernst und teils fröhlich..
Hinweis: Wenn Sie die ganze Tour Ringen um Demokratie und Freiheit durch Norderdithmarschen geschafft haben, können Sie einen besonderen Sticker in der Tourismusinformation in Büsum einlösen. Als Nachweis zeigen Sie bitte die „geloggten Caches“ oder Bilder der Geocaches.
Verwendete Literatur:
Bajohr, Frank: „Unser Hotel ist judenfrei“. Bäder-Antisemitismus im 19. Und 20. Jahrhundert.Frankfurt a.M. 2003.
Goldberg, Bettina: Abseits der Metropolen. Die jüdische Minderheit in Schleswig-Holstein. Neumünster 2011.
Wildt, Michael: „Der muß hinaus! Der muß hinaus!“ Antisemitismus in deutschen Nord-und Ostseebädern. In: Mittelweg 36 (4/2001), S. 2-25
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Logeinträge für Norderdithmarschen Cache 6/6
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27. März 2025
MikroKosmos
hat den Geocache gefunden
Am späteren Abend war diese Gegend recht verlassen - gut fürs Cachen.
DfdC von µKosmos
02. März 2025, 14:32
Samingo
hat den Geocache gefunden
Heute sind Olli-V und ich in Büsum unterwegs und haben uns im Logbuch eingetragen.
02. März 2025, 14:31
olli-v
hat den Geocache gefunden
Eine total tolle Idee. Insbesondere die Webseite zur Dose, die per QR Code besucht werden kann..
Leider hat sich bei diesem Petling bereits der Magnet gelöst und auch die QR Codes sind vollständig weg. Die Dose ist mit einem Band angetütelt.
Viel Erfolg mit diesem Projekt und Danke für die Pflege der Dose.
Zusammen mit Samingo gefunden.
24. Februar 2025
Die vier Nordlichter
hat den Geocache gefunden
Wir loggen auch an freien Stellen im Logbuch. Heute war noch recht viel frei: Hier konnten wir noch die {Ananas} ergattern. Ob das vor uns alle Cacher waren?
Vielen Dank sagen Die vier Nordlichter vom Nord-Ostsee Kanal.
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